Barrierefreiheit im öffentlichen Raum - Planung, Beratung, Information
 
Radwege

> Radwege im barrierefreien Verkehrsraum

> Funktionsbeschreibung des Trennsteins

> Stellungnahme des Blinden- und Sehbehindertenbundes Hessen

Häufig werden Rad- und Gehwege nebeneinander auf dem selben Niveau geführt und sind nur durch eine Markie-
rung getrennt. Radfahrer wie Fußgänger überschreiten dann die Grenze, ohne es zu bemerken. Der Trennstein dagegen wird mit den Füßen ertastet oder mit dem Rad bemerkt.
Die zum Gehweg stärker geneigte Seite mit Rillen ist mit dem Langstock gut ertastbar, die Seite zum Radweg ist flacher geneigt, um Stürze zu vermeiden.

Blinde und Sehbehinderte können Fahr-
räder nicht hören. Durch den Trennstein aber geraten sie nicht unversehens auf den Radweg und auch nicht am Radweg-
ende auf die Fahrbahn. Gleichzeitig werden Radfahrer dadurch von der Nutzung des Gehwegs abgehalten.
Detailansicht des Trennsteins - hier die etwas flachere Variante

Sowohl die DIN 18040-3 und DIN 32984 als auch die Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen (HBVA) der FGSV fordern eine klare, visuell und taktil erfassbare Trennung zwischen Rad- und Gehweg.
 
Der Trennstein wurde von mir gemeinsam mit Armin Schulz (Hessen Mobil) entwickelt und als Patent angemeldet. Der Hessische Blinden- und Sehbehindertenbund hat den Stein getestet. Die Lizenzfertigung erfolgt durch Railbeton.
An der Querungsstelle endet der Auffindestreifen vor dem Trennstein. Der Radweg ist für Blinde ebenso gefährlich wie die Fahrbahn.

Für Blinde ist der Trennstein gut ertastbar. Er verhindert, dass er auf den Radweg gerät und am Radwegende auf die Fahrbahn.
Radfahrer bleiben auf dem Radweg.